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Pronomen-Wechsel im Leiden

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Psalm 23,4-6

In der letzten Woche durften wir schon sehen, dass es David und Paulus an nichts mangelte, weil Jahwe der Hirte ist. In Vers 4 wird das deutlich, weil David sogar im finstersten Tal kein Unglück fürchtet. Die Begründung ist im ersten Augenblick nicht zu fassen: „denn du bist bei mir“. David schreibt hier nicht: „denn du führst mich sofort raus“. Nein, er begegnet Gott in diesem finsteren Tal mehr denn je. In den ersten drei Versen spricht der Psalmist von Gott nämlich immer in der 3. Person. „Er ist mein Hirte; er führt mich; er erquickt mich“. Doch hier im finstern Tal gibt es ein Pronomen-Wechsel von „er“ auf „du“ (2. Person). Wir sehen also, dass Davids Trost im Leiden die Gegenwart Gottes ist. Ein Prediger hat mal gesagt: „Gott flüstert zu uns in guten Zeiten, aber ruft laut in schweren Zeiten“. Auch Hiob sprach trotz seiner unfassbaren Leiden Folgendes aus: „Früher kannte ich dich nur vom Hörensagen, aber jetzt hat mein Auge dich gesehen (Hiob 42,5). Hiob hat Gott im Leiden mehr erlebt als je zuvor. Ich weiß nicht, welche schweren Täler du im Leben gerade hast, aber du darfst dich darauf verlassen, dass er da ist. Er will dich trösten.

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